Warum zur Fußpflege mit Diabetes?

Oft werde ich gefragt, warum man eigentlich zur Fußpflege gehen sollte, wenn man Diabetes hat. Ich verweise darauf, dass die Haut bei einem Diabetiker poröser und anfälliger bei Verletzungen ist. Deshalb kontrolliere ich bei jeder Behandlung speziell auch die Unterseite des Fußes, weil man selbst kleine Verletzungen schlecht einsehen kann, die zu gefährlichen Infektionen führen können. Gleichzeitig kontrolliere ich, ob sich Verfärbungen an der Sohle oder zwischen den Zehen befinden. Diese sind Hinweise auf eine schlechte Durchblutung oder Gewebeentzündungen, die unbedingt vom Arzt behandelt werden muss. Im ungünstigen Fall stellt die schlechte Durchblutung den Beginn einer Wirkungskette dar, die mit der Amputation eines Teiles des Fußes enden kann. Dieses Krankheitsbild der Durchblutungsstörungen infolge des Diabetes heißt ischämisch-gangränose Fuß.

 

Beim neuropatisch-infizierten Fuß, der bis zu 70 Prozent aller Fälle des diabetischen Fußes ausmacht, sind die peripheren Nerven aufgrund jahrelanger Mangelversorgung geschädigt. Dies bedeutet vermindertes oder im schweren Fall kein Schmerzempfinden/ Taubheitsgefühl. Aus der Kommunikation mit meinen Kunden während der Behandlung der Füße können erste Hinweise auf eine Nervenschädigung erkannt werden, die dann vom medizinischen Fachpersonal näher abzuprüfen sind.

 

Die Behandlung eines diabetischen Fußsyndroms (DFS) in einer der beiden obigen Erscheinungsformen gehört in die Hände von erfahrenen Spezialisten, die sich als Diabetologen, Gefäßspezialisten, Chirurgen, Radiologen, Dermatologen sowie Orthopädieschuhmachern und Medizinischen Fußpflegern sowie Podologen mit der Behandlung dieser Krankheit befassen. Mit einer gezielten Behandlungsstrategie lässt sich meistens verhindern, dass es zu einer der gefürchteten Amputationen (über 30 000 pro Jahr in Deutschland) kommt.

Als vorbeugende Maßnahmen sollte jeder Bürger täglich eine Selbstkontrolle (Schwellungen, Hautverfärbungen, Formveränderungen an Füßen oder Fußgelenk, Schwielen, Hühneraugen) und Fußpflege (Fußbad und eincremen) durchführen.

Als praktizierende Med. Fußpflegerin in der Friedensstraße1 in Peitz richte ich, Gabriele Buder, mein Behandlungsangebot auch speziell an Diabetikern.

Zur Terminabstimmung und bei Fragen bin ich telefonisch unter der 035601/24321 jeweils dienstags und freitags von 8,00 -12,00 Uhr zu erreichen.

 

Gabriele Buder

Fußpflege

 

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